LEWIS Schwalbenschwanzplatten

Montage von LEWIS-Schwalbenschwanzplatten

LEWIS-Schwalbenschwanzplatten lassen sich anhand der nachstehenden Anleitung mit Verarbeitungsempfehlungen einfach verarbeiten. In unserer Montageanleitung stecken über 80 Jahre Erfahrung mit Schwalbenschwanzplattenböden.

Verlegen und Überlappen der LEWIS-Schwalbenschwanzplatten

Die LEWIS-Schwalbenschwanzplatten müssen senkrecht auf die Holzbalkenschicht gelegt werden, auch wenn auf dem Bodenholz gearbeitet wird. Als Standard-Verlegungsreihenfolge gilt: erste Reihe Platten hintereinander, von denen die erste Schwalbenschwanzplatte mit dem blauen Aufdruck nach unten, die nächste mit dem Aufdruck nach oben verlegt wird, etc. Die Reihe daneben beginnt mit einer Platte mit dem blauen Aufdruck oben, die nächsten mit Aufdruck unten etc. Auch können die Platten im Halbsteinverband verlegt werden.

Überlappung an der Stirnseite

≥ 50 mm, komplett unterstützt und vernagelt mit den Bodenteilen. 
≥ 100 mm auf den Holzbalken oder auf den Auflagestreifen.

Die Stirnüberlappen werden geschaffen, indem man die Schwalbenschwanzplatten abwechselnd (blauer Aufdruck unten und blauer Aufdruck oben) über eine Länge von 50-100 mm ineinander 'einrasten' lässt. Stirnüberlappungen können angepasst werden, indem man die Platten etwas weiter ineinander oder auseinander schiebt.

Wenn auf schallisolierenden Auflagestreifen gearbeitet wird, müssen die Schwalbenschwanzplatten zuerst auf einem harten (nicht federnden) Untergrund ineinander einrasten!

Überlappung Längsseite

Der Überlappung der Längsseite entsteht, indem die unteren und oberen Seitenflansche der Platten bis zum ersten Profil übereinander geschoben werden. Die mittragende Breite der LEWIS-Schwalbenschwanzplatte beträgt dann ca. 580 mm . Eine Reihenlänge LEWIS-Schwalbenschwanzplatten lässt sich einfach über oder unter die Seitenflanschen der vorherigen Reihe schieben.

Randanschlüsse

Der LEWIS-Boden muss mit Hilfe der Randstreifen ca. 10 mm werden auf Abstand vom aufgehenden Mauerwerk (Wände, Durchführungen u. ä.) gehalten werden. Bei einem schallisolierenden (schwimmende) LEWIS-Boden müssen schallisolierende LEWIS-Steinwollrandstreifen (20 mm) verwendet werden.

Kürzungen und Aussparungen

Die LEWIS-Schwalbenschwanzplatten können sowohl in der Breiten- als auch in der Längsrichtung einfach nach Maß mit einem rechtwinkligen Schleifer mit Durchschleifscheibe für Stahl zurechtgeschnitten werden. Aussparungen können mit demselben Werkzeug oder mit einer Stichsäge geschaffen werden.


Befestigung der LEWIS-Schwalbenschwanzplatten

Holzbalken

Auf neuen Holzbalken und Bodenteilen werden die LEWIS-Schwalbenschwanzplatten an der Überlappungsstelle im oberen Flansch vernagelt. Dies kann mit normalen Drahtnägeln oder mit gewindeschneidenden Parkerschrauben erfolgen. Auf alten Holzbalken und Bodenteilen können die Schwalbenschwanzplatten im unteren Flansch vernagelt werden.

Stahlbalken

Auf Stahlbalken können die LEWIS-Schwalbenschwanzplatten aufgetackert oder mit Dübeln oder Blindnieten befestigt werden. Bei Bestätigung mit Blindnieten oder Dübeln, mit denen eine momentfeste Verbindung geschaffen wird, ist eine zusätzliche Bewehrung erforderlich.

Betonbalken

Auf Betonbalken und auf gemauerten Stützen kann die Schwalbenschwanzplatte in Zementmörtel gelegt und zeitweilig belastet werden, bis der Mörtel ausgehärtet ist. Auf Porenbetonblöcken kann mit Parkerschrauben gearbeitet werden.

Schallisolierender Boden

Bei einem schallisolierenden (schwimmenden) LEWIS-Boden oder im Falle der Installation einer Fußbodenheizung dürfen die LEWIS-Schwalbenschwanzplatten niemals dauerhaft an der Unterkonstruktion befestigt werden!

Provisorische Befestigung

Wenn die LEWIS-Schwalbenschwanzplatten lose auf der Unterkonstruktion aufliegen (z. B. schwebender Boden / Boden mit Fußbodenheizung) muss die Schwalbenschwanzplatte an den Bodenrädern vorübergehend fixiert werden mit Klemmlatten oder mit (per Parkerschraube befestigten) keilförmigen Holzklötzen, um zu verhindern, dass sich der Boden während des Trocknens des Mörtels in den Ecken und entlang der Ränder anhebt.

Zusammenwirkende Holz-Beton-LEWIS Böden

Bei einem zusammenwirkenden LEWIS-Boden wird an den Balken in jedem Unterflansch der Schwalbenschwanzplatte ein gehärteter LEWIS-Schraubnagel angebracht. Der Kopf des Nagels muss nach der Befestigung mit der oberen Seite der LEWIS-Schwalbenschwanzplatte übereinstimmen.

Um während der Anbringung des Mörtels Durchbiegungen der Holzbalkenschicht zu verhindern, muss die tragende Balkenschicht vorübergehend abgestützt werden. Nachdem der Mörtel ausreichend gehärtet ist, können die Stützen entfernt werden.


Schallisolierende (schwimmende) LEWIS-Böden

LEWIS-Steinwoll-Schallschutzstreifen mit einer Dicke von 25 mm und einer Breite von 100 mm (oder Balkenbreite +10 mm) , direkt auf die Balken (Mittenabstand mindestens 500 mm) anbringen. Auf den Bodenteilen müssen die Streifen bei den Balken angebracht werden.

Bei Mittenabständen über 800 mm und/oder bei einer Nutzlast von über 2,5 kN/m2 empfehlen wir die erwendung von LEWIS CDM Gummigranulat oder LEWIS CDM PF Schallschutzstreifen.

Die Überlappung der Stirnseite der LEWIS Schwalbenschwanzplatte (= 100 mm) muss immer in Höhe eines Auflagestreifens vorgenommen werden. Der LEWIS-Boden muss mit LEWIS-Steinwoll-Randstreifen auf Abstand zum aufgehenden Mauerwerk gehalten werden. Kontaktbrücken an Heizungsrohren, Leitungen etc. sind durch Isolierung mit derselben Mineralwolle zu vermeiden.


Wasserfeste LEWIS-Böden

Bodenteile vorzugsweise entfernen oder diese ansonsten mit einigen Lüftungslöchern versehen. Auf dem LEWIS Betonboden muss in Höhe des Wand-/Bodenanschlusses, der Duschmulde, der Abflussrinne (z. B. Easy Drain) und an eventuellen Durchführungen ein wasserdichter Anschluss mit Dichtungsband + Dichtungspaste geschaffen werden.

Bodenteile vorzugsweise entfernen oder diese ansonsten mit einigen Lüftungslöchern versehen. Auf dem LEWIS Betonboden muss in Höhe des Wand-/Bodenanschlusses, der Duschmulde, der Abflussrinne (z. B. Easy Drain) und an eventuellen Durchführungen ein wasserdichter Anschluss mit Dichtungsband + Dichtungspaste geschaffen werden.


LEWIS-Böden mit Fußbodenheizung

Den Boden rund um mindestens 10 mm auf Abstand vom aufgehenden Mauerwerk halten, z. B. mit Hilfe von Randstreifen. Je nach Ausführung können die Fußbodenheizungsleitungen mit Klebeband, Stützen oder ein Kunststoff-Klemmschienensystem auf dem Oberflansch der LEWIS Schwalbenschwanzplatte angebracht werden.

Die Fußbodenheizungsrohre müssen so viel wie möglich senkrecht auf den oberen Flansch der LEWIS-Platten montiert werden. Die Schwalbenschwanzplatte selbst nicht am Untergrund befestigen!


Mörtel anbringen

LEWIS-Schwalbenschwanzplatten fungieren während der Anbringung des (Beton-)Mörtels als Schalung. Erst nach Aushärtung des Mörtels fungiert die LEWIS Schwalbenschwanzplatte als Bewehrung. Es ist daher nicht möglich, auf den Mörtel direkt einen keramischen oder Naturstein-Bodenbelag aufzulegen. Terrazzo (Granit-) Böden müssen immer auf einen Untergrund aus flachem Beton gelegt werden.

LEWIS-Schwalbenschwanzplatten können mit einem (Leichtgewicht-) Feinkiesbeton (C20/25) oder einem Fliessestrich (C20) belegt werden.

  • Standard-LEWIS-Boden
    • (Leichtgewicht-)Feinkiesbeton oder Fliessestrich
  • Schallisolierender (schwebender) LEWIS-Boden
    • Mittenabstand Balken = 800 mm Feinkiesbeton / estrichmörtel
    • Mittenabstand Balken > 800 mm estrichmörtel oder Feinkiesbeton + Bewehrung (ø5-150) an den Überlappungen an der Stirnseite.

Empfohlene LEWIS-Bodendicken
Standardboden mit Wohnbelastung (Mittenabstand Balken max. 600 mm)
16 mm + min. 20 mm = 36 mm
Standardboden (Mittenabstand Balken 600 - 1500 mm)
16 mm + 34 mm = 50 mm
Standardboden (Mittenabstand Balken 1500 - 2500 mm)
16 mm + 59 mm = 75 mm
Schallisolierender + brandsicherer Boden
16 mm + 34 mm = 50 mm
Schallisolierender + brandsicherer Boden
16 mm + 34 mm = 50 mm
Fußbodenheizung (ø 20 mm)
16 mm + 20 mm + 20 mm = 56 mm
Hinweis: Profilhöhe LEWIS-Platte 16 mm + Betondecke = gesamte Bodendicke.

Feinkiesbetonmörtel kann wie folgt beschaffen sein (Volumenanteile):

  • 1 Portlandzement
  • 2 1/2 Betonsand (0-4 mm)
  • 1 Feinkies (2-8 mm)

Den etwas mehr als erdfeuchten Mörtel senkrecht zur Schwalbenschwanzplatte plan ziehen und gut mit dem Span verdichten. Wir empfehlen die Vermischung von ab Werk vorgemischtem Feinkiesbeton.

Formel für die benötigte Mörtelmenge:

LEWIS-Bodendicke - 8 = l/m2

Um Schwindrissbildung so viel wie möglich zu vermeiden, muss der auf der LEWIS-Schwalbenschwanzplatte aufgebrachte Feinkies-Betonmörtel allmählich trocknen/aushärten. Den vollendeten Mörtelboden vorübergehend mit Polyethylenfolie abdecken und den Boden nicht belasten, bis er ausreichend durchgehärtet ist!

Zeitweilige Abstützung

Bei einem Mittenabstand über 1200 mm (Bodendicke 50 mm) beziehungsweise 1000 mm (Bodendicke 75 mm) ist es erforderlich, die LEWIS-Schwalbenschwanzplatten vorübergehend abzustützen. Je Überspannung reicht eine Stempelreihe aus.